Wie du deine Erfahrungen mit dem Jahresrückblick für das neue Jahr positiv umwandeln kannst

Mein Credo letztes Silvester war: „2021 wird richtig gut. Es wird noch viel besser als 2020.“ Wenn ich gewusst hätte, was 2021 auf mich zukommt, wäre ich mal lieber noch dankbarer für 2020 mit seinen Herausforderungen gewesen. Denn, wenn ich diese tollen Jahresrückblick Retrospektive-Methoden schon gekannt hätte, hätte ich meine Learnings mitnehmen und meinen Ballast loslassen und im alten Jahr lassen können. Diese lernst du heute kennen.

 

„Fast geschafft!“

 

Am Ende des Jahres haben viele von uns den Gedanken: „Bald geschafft. Im nächsten Jahr wird alles besser!“

Wir wollen uns vom alten Jahr trennen und den Neustart nach Silvester wagen. Denn im neuen Jahr ist alles anders.. Wirklich?

 

Das Jahr 2021 war für die meisten von uns kein einfaches. Globale Pandemie, ständiger Lockdown und neue Regeln, die eine hohe Resilienz und Flexibilität voraussetzten. Wie kann das eine Gesellschaft managen, die auf Planung, Sicherheit und Sorgen aufgebaut ist? Dem einhergehend entwickelten sich eine Spaltung der Gesellschaft, verschiedene Meinungen und daraus resultierende Konflikte mit vielleicht geliebten Menschen.

 

Auf der Einzelebene hat das Jahr auch ganz schön an uns gezerrt. Viele spielten mir in den emotionale Intelligenz Teamtrainings und Coachings  zurück, dass sie sich durch die äußeren Faktoren oft abgeschlagen oder erschöpft fühlten und Motivationsprobleme hatten.

Dazu hinterfragten auch einige ihre jetzige Arbeitssituation und ihren Sinn. Klarheit fehlte (aber das ist durch Coaching immer gut lösbar, Infos hier).

 

 

Die guten Nachrichten.

 

Wenn du bisher noch gesund oder wieder gesund an diesem Punkt angelangt bist, dann hast du etwas richtig gemacht. Denn auch wenn zusätzlich zu den Dingen, die einem widerfahren können noch eine Pandemie herrscht, dann kannst du auch mal stolz sein, dass du es bis hierher geschafft hast.

Denn, wenn wir mal aus dem großen Ganzen, welches aus unserer „Negativbrille“, die auch stark durch die Medien geprägt ist, herauszoomen, dann bemerken wir, dass es sicherlich viele gute und schöne Momente im Jahr 2021 gibt. Dinge, für die wir dankbar sind, Herausforderungen, die wir gemeistert haben und Momente, die uns ein Lächeln ins Gesicht gezaubert haben.

 

 

Nichts verändert sich, wenn sich nichts verändert.

 

 

Nutze die Rückblick-Methoden, um zu wachsen und positives zu bewirken

 

Auch wenn die Vorfreude auf das neue Jahr schon groß ist und der Zauber des Neuen uns Motivation schenkt, sind sogenannte Retrospektiven, also ein Rückblick auf das letzte Jahr sehr hilfreich.

 

Sie unterstützen zum Beispiel persönliches oder Team-Wachstum. Denn erst, wenn wir uns nochmal Zeit nehmen und auf die Monate, Ereignisse und Projekte schauen, können wir bewusst Learnings daraus ziehen, die im neuen Zyklus oder Jahr umgesetzt werden.

 

 

Die Rückblick-Methoden – How to

 

Dafür gibt es viele Methoden. Zwei von ihnen möchte ich dir an die Hand geben.

Diese können gemeinsam oder alleine angewendet werden. Ich empfehle mindestens eine Stunde hierfür zu planen. Im Team plant eher mehr Zeit ein. Dies ist allerdings abhängig von der Größe und Projektdichte.

 

Wie man so schön sagt, aus Fehlern wachsen wir, aber genauso aus Erfahrungen. Menschen können uns bereichern, aber vielleicht auch verletzen. Habe ich Grenzen gezogen, bin ich über mein eigenes (Gesundheits-)Level hinausgeschossen, habe ich „Red Flags“ ignoriert. Zusätzlich habe ich neues gelernt und erfahren, was mich bereichert hat?

 

 

Verbindlichkeit:

Setze ein verbindliches Datum und Uhrzeit, um dies zu tun. Verabrede dich oder macht ein Teammeeting heute direkt aus.

Bei Team Retrospektiven ist es wichtig, dass es nicht um das Tagesgeschäft und operative der Projekte geht, sondern um das Team, die Zusammenarbeit und den Weitblick.

 

Rahmen schaffen:

Mache es dir gemütlich. Ich empfehle vorab eine Meditation zur Erdung, um im intuitiven und ruhigen Denken anzukommen. Zum Beispiel diese hier: https://piabaur.de/meditation_finde_deinen_ruheort/

 

 

Methode 1) zum Analysieren: die TIMELINE

 

Schau dir dein Jahr an. Du kannst es als Kreis oder als X-Y Achse aufbauen, entweder in Monaten oder Quartalen.

Anhand deiner Bilder oder Kalendereinträge schaue nochmal auf das Jahr zurück.

Du kannst kreativ werden, malen oder Bilder ausschneiden und aufkleben oder einfach nur schriftlich reflektieren.

 

  • Welchen positiven oder negativen Ereignisse haben die Monate oder Quartale bestimmt?
  • Wie würdest du sie einschätzen? Gib ihnen gern eine Ampelfarbe.

 

Danach schaue dir deine Timeline nochmal an:

  • Gab es überschneidende Themen?
  • Welche Stimmung herrschte?
  • Bei Projekten: was lief gut und was weniger gut und warum?
  • Was hat dir Freude oder ein Gefühl von Stolz verbreitet?

 

Ereigniszoom:

  • Welche Ereignisse sprechen dich gerade an? Nimm dir zwei bis fünf heraus und frage dich:
  • Welche Herausforderung kam hier auf  dich zu? Was war die prägende Qualität?
  • Welche innere Kraft oder Ressource hat dir geholfen, dies zu meistern?
  • Was hättest du noch mehr gebraucht oder wovon?
  • Und was hast du daraus gelernt?

 

 

Methode 2) zum Lernen: der STARFISH

 

Nun wende nochmal, um pro Ereignis oder als Überblick über das ganze Jahr deine Learnings zu generieren.

  • Wovon hättest du gern mehr gehabt?
  • Wovon hättest du gern weniger gehabt?
  • Was möchtest du aufhören und stoppen? Das, was du loslassen möchtest, kannst du beispielsweise auf ein separates Papier schreiben und mit einer kleinen Zeremonie verbrennen.
  • Was möchtest du anfangen und starten?
  • Was möchtest du beibehalten und weitermachen?

 

Denke hier an Menschen, Fähigkeiten, Einstellungen, Ressourcen (Buch, Song,..).

 

 

Schließe dein Jahr positiv ab und starte motiviert

 

Abschließend kannst du dir für deine innere, positive Energie und Zuversicht noch Fragen stellen, die das Leben bereichern und genauso deine Resilienz stärken.

 

Welcher Mensch war dieses Jahr besonders für dich und warum? Vielleicht sagst du dieser Person das auch.

`

Was möchtest du im alten Jahr lassen?

 

Wofür bist du 2021 dankbar?

 

Was hat es dir geschenkt?

 

Da dieser Abschluss auch einen Aufwind bringt, ist es normal, dass wir voller Tatkraft und Motivation ins neue Jahr starten möchten.

Damit du dein Gelerntes umsetzen kannst, empfehle ich dir dazu diesen Podcast und Blogartikel, um deine Ziele und Routinen auch beizubehalten:

7 Tipps, wie du gesunde Routinen lernst und beibehältst

 

 

Und mit diesen wertvollen Fragen und der für dich sehr gut investierten Zeit, kannst du nun Raum für Neues für das kommende Jahr starten. Und wie Hermann Hesse so schön gesagt hat:

 

In jedem Anfang wohnt ein Zauber inne. 

 

 

Wir hören und lesen uns wieder im neuen Jahr.

 

 

Viel Freude auch hier direkt beim Anhören mit noch mehr Hintergründen und Erklärungen (abonnieren nicht vergessen):

 

 

 

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Hier im Sunday Letter findest du außerdem Infos zum Mindfulness und Resilienz Online Seminar ab September: https://piabaur.de/news


 

Musiccredit: Filmora

Fotocredit: Canva

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